Blogeintrag

Das Netbook Experiment

16.06.2010 | Keine Kommentare

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Alles lief wie geschmiert. Der Urlaub für Ende Mai war organisiert und gebucht. Ebooks, PDFs und Instapaper Artikel in einem Verzeichnis gesammelt und gesichert. Das iPad sollte Ende April in Europa erscheinen, also just-in-time.

Tja, und dann machte mir Steve und seine Truppe einen Strich durch die Rechnung. Der Verkaufstermin wurde bekanntermaßen verschoben und ich mußte mich nach einem Plan B umsehen.Mein MacBook wollte ich beim besten Willen nicht mitnehmen. Zwar verbrachten wir unseren Urlaub wieder in einer angemieteten, privaten Villa, aber das war mir dann doch zu aufwendig.

Lange überlegen mußte ich nicht. Seit Monaten verfolgte ich die Entwicklung auf dem Netbook Markt, vorwiegend aus beruflichen Gründen. Da unsere Firma als Vertrieb von Audio-Produkten für den Installationssektor agiert, habe ich ständig mit Hardware spezifischer Software zu tun, und die ist fast ausschließlich für Windows geschrieben.

Nun gehöre ich zu den Glücklichen(?), die auf der Arbeit mit einem Mac arbeiten können. Ergo ließ ich bisher alles windows-mäßige in der VMware laufen. Obwohl das funktioniert, ist es schon ein bißchen kontraproduktiv. Selbst mit 4GB RAM kann man Fusion nicht ständig im Hintergrund laufen lassen. Alles wird sonst ein bißchen, sagen wir mal, behäbig.

Als ich dann bei einem Kollegen gesehen habe, wie er mit seinem Netbook Angebote erstellt, Autocad Zeichnungen für Planungen benutzt und selbst PowerPoint zum Erstellen seiner Präsentationen einsetzt, wurde mir klar, daß diese Geräte für mich eine ernstzunehmende Alternative darstellen (sorry Steve!).

Ergo kam Plan B in Form des Kaufs eines Asus EeePC 1005P zum Tragen. Bei Amazon war das blaue Design gerade passenderweise für 249 Euro im Angebot.

Das installierte Windows 7 Starter ließ ich unberührt. Bei den Programmen entschied ich mich nach Möglichkeit für die portablen Versionen. Da ich mich auch ein bißchen mit LaTeX befassen wollte, installierte ich eine passende Testumgebung.

Es stellte sich während des Urlaubs heraus, wie praktisch und universell diese Lösung ist. Je nach Lust und Laune konnte ich mit dem Adobe Reader schmökern, erste Gehversuche mit LaTeX unternehmen und dabei Musik hören. Das ganze funktionierte dank dem matten Display auch gut in der sehr hellen Umgebung.

Das Gerät ist mit 1,2 kg sicherlich nicht so leicht wie ein Buch, allerdings empfand ich das beim Lesen auf der Liege nicht als unangenehm, auch nach längerer Dauer. Teilweise drehte ich das Bild um 90 Grad und hielt das Netbook wie ein Buch.

Mittlerweile ist der Urlaub leider vorbei, das Netbook aber nach wie vor kräftig im Einsatz. Prinzipiell setze ich es privat wie ein iPad ein, also hauptsächlich zum Konsumieren und Kommunizieren. Auf der Arbeit zeigt es aber seinen weiteren Nutzwert im ernsthaften Produktiveinsatz.

Den Kauf habe ich bisher keine Sekunde bereut. Experiment gelungen.

Kategorie: Hardware
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